Sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und gar nicht als extra Punkt angeführt werden müssen - doch leider ist vielen Menschen doch noch vieles nicht bewusst - oder sie ignorieren es aus Egoismus frisch fröhlich weiter.
Ein Stück weiter unten findet
Ihr eine kurze Zusammenfassung über die verschiedensten Haustiere und deren
Bedürfnisse.
Alle unsere (Haus) Tiere
haben wilde Urväter und dementsprechend ursprüngliche Gewohnheiten, Bedürfnisse
und Verhaltensweisen. Wir als verantwortungsvolle Tierbesitzer sollten unseren Lieblingen daher
unbedingt ihr Zuhause so natürlich wie möglich gestalten, ihren Eigenheiten
und Instinkten entsprechend, um ihnen ein annähernd artgerechtes Leben
zu bieten.
Es herrscht immer noch der weit verbreitete Irrglaube, dass die
Hauptaufgabe unserer Haustiere im Käfig hocken und zum gelegentlichen Kuscheln
bereit stehen, ist.
Natürlich nehmen wir uns ein Haustier als Gefährte, als Ansprechpartner,
manchmal als Kinderersatz – einfach für unser persönliches "Seelenheil".
Wir sollten aber auch verantwortungsvoll
genug sein, den Tieren das Leben so schön – also argerecht - wie möglich
zu gestalten. Alles andere wäre reiner Egoismus und absolut
unfair!!
Es ist schon schlimm genug,
dass Tiere auf „Teufel komm raus“
- gezüchtet und dann
- oft viel zu jung in Tierhandlungen o.ä. vermarktet werden.
- Um mit Tieren noch mehr Geld zu machen, werden gleich die schwachsinnigsten
Artikel mit
dazu angeboten; die Bedürfnisse der Tiere bleiben auf der Strecke.
Wir, als (zukünftige)
Tierbesitzer, sollten uns dem nicht anschließen und vor einem Tierkauf gut überlegen,
- passt das Tier in unser Leben?
- kann und will ich ihm ein Leben seinen Bedürfnissen
entsprechend bieten ?
- nehme ich mir die Zeit mich um den neuen
Lebensbegleiter auch dann noch zu kümmern,
wenn er älter oder vielleicht krank ist?
um nicht dem unüberlegten Tierkauf zu verfallen und damit die frisch-fröhliche
Weitervermarktung zu unterstützen, während auf der anderen Seite viele unüberlegt
angeschaffte Tiere im Tierheim, oder sogar im Mistkübel o.ä landen
Tierinformationen
- Nachstehend ein paar
Grundinformationen zur Erleichterung der Entscheidung:
Der Hamster
Der Hamster sind Einzelgänger
und müssen entsprechend einzeln gehalten werden.
Der Hamster ist nachtaktiv, liebt es zu graben, zu
klettern, sich in Höhlen zu verstecken. Deshalb sollten sein Gehege
entsprechend interessant gestaltet werden.
Ein Hamster ist kein Kuscheltier!
Er ist äußerst interessant zu
beobachten, aber aus dem Käfig nehmen, festhalten, herumtragen mag er gar
nicht. Deshalb ist der Hamster als Gesellschafter oder Spielgefährte für
Kinder absolut ungeeignet.
Fütterung:
In der freien Wildbahn sind sie nachts auf weiten Strecken unterwegs um Nahrung
zu suchen.
Deshalb sollten man ihnen das Futter im Käfig verstreuen, um ihnen die Möglichkeit
zu geben ein bisschen diesen Instinkt ausleben zu können.
Mag ich:
- ein interessant gestaltetes Gehege
- am Tag ungestört schlafen zu können
- beobachtet werden wie ich lebe
- ein artgerechtes, vitaminreiches Futter
Mag ich nicht:
- hochheben, festhalten, herumtragen
- Lärm
- Wenn du mich wie ein Spielzeug behandelst
- keinesfalls ein traditionelles Laufrad. Das ist sowohl schlecht für
meine Wirbelsäule( wenn zu
klein). Bei manchen Arten kann ich mir auch die
Beine brechen.
Ungefährlich für mich sind die Wodent Wheel von
Rodipet
Laufräder!
-
Schmerzen; also bitte geh mit mir sofort zum Tierarzt, wenn du merkst dass es
mir nicht gut geht.
Lebenserwartung: 2-3 Jahre
Tierschutzgesetz:
Das neue Tierschutzgesetzt schreibt eine Mindest-Käfiggröße von 80*40*40
(für Zwerghamster) und für Mittelhamster 100*50*50 vor;
aber ein viel größeres Gehege wäre mir lieber!
Für weitere Infos schreib uns bitte ein Mail siehe Kontaktadresse
Das
Meerschweinchen
Meerschweinchen stammen ursprünglich
aus Südamerika und sind Gruppentiere. In der freien Wildbahn leben sie in
Familien bis zu 20 Tieren, die fixe Reviere bewohnen. Selbstgegrabene Wege
(Trampelpfade) stellten die Verbindung von Futterstelle zu Ruheplätzen dar.
Und genau diese
Lebensbedingungen sollen wir unseren Meerschweinchen in jedem Fall bieten. Käfige
mit Freilauf oder Gehege ausgestattet mit Grab-, Versteck- und Futtersuchmöglichkeit.
Einzelhaltung ist
eine Qual für sie, genauso die Unterbringung gemeinsam mit einem Kaninchen als
Lebensgefährten - entgegen der weit verbreiteten Irr-Meinung „die verstehen
sich ja so gut“.
(Laut dem
neuen Tierschutzgesetzt ist diese Haltung Gott sein Dank endlich
verboten).
Meerschweinchen
laufen gerne herum (bauen sich Trampelpfade), knappern und kuscheln gerne.
Einzelhaltung ist
ausgesprochen langweilig für sie, denn der Mensch kann ihr auf keinen Fall
all das bieten, was sich Meerschweinchen untereinander geben. Spielen,
kuscheln, putzen und kommunizieren. (Meerlis laufen gerne quiekend durch die
Gegend und unterhalten sich so. Wie fad, wenn keiner antwortet!!).
Ganz wichtig ist
- mindestens 1 Artgenossen,
- ein interessant gestalteter Käfig oder Gehege
- mit Versteck- und Beschäftigungsmöglichkeiten,
- Äste zum Knabbern (als Beschäftigung und für die Zähne)
Futter: am
allerwichtigsten ist Heu und Wasser
Frisches Gras, Salat, Löwenzahn, Karotten, sowie Obst als Leckerlis.
Körnerfutter gar nicht oder nur in geringen Mengen, denn sie machen mich zu
dick
Äste zum nagen sind äußerst beliebt und auch wichtig.
Das mag ich:
- mind. 1 Artgenossen
- einen Käfig mit Freilauf oder ein großes Abenteuergehege, damit
mir nicht langweilig wird
- ich mag es, wenn du dich mit mir beschäftigst (mit der
Hand füttern wenn ich freiwillig zu dir
komme, streicheln)
- aus dem Käfig nehmen, nur vorsichtig und nicht gerade
dann, wenn ich schlafe oder
du siehst, dass ich zurückschrecke wenn Du
kommst.
Dann brauch ich eben noch mehr Zeit um Vertrauen
zu fassen.
- Greif mich nur dann an, wenn ich auf Dich zu komme!
Nimmst du mich einfach so, fürchte ich mich!
Vorsicht beim
Hochheben der Tiere: Immer zuerst ansprechen und streicheln. Dann mit einer Hand
die Brust umfassen und mit der anderen das Hinterteil unterstützen. Durch zu
festes Zusammendrücken des Brustkorbes besteht die Gefahr der
Lungenkompression. Zappeln die Tiere kann man ihnen wehtun, oder sie springen
einem aus der Hand. Stürze aus größerer Höhe können zu schweren
Verletzungen führen.
Das mag ich
nicht:
- Einzelhaft
- Langeweile
- Gestört werden wenn ich gerade schlafe
- Wenn du mich wie ein Spielzeug behandelst
-
Schmerzen; also bitte geh mit mir sofort zum Tierarzt, wenn du merkst dass es
mir nicht gut
geht.
Tierschutzgesetz:
die Einzelhaltung sowie die Unterbringung mit einem Kaninchen gemeinsam ist seit
1.1.2005 (Gott sei Dank) verboten. Die mindest Käfiggröße bei 2 Tieren muss
mind. 100x60x50 betragen.
Wir schlagen vor:
Da diese Käfiggröße ja auch nicht gerade viel Platz bietet – zumindest
einen 2. Stock einziehen.
Man muss keinesfalls einen fix - fertigen Käfig kaufen. Ein hübsches
Zimmergehege selber basteln macht nicht nur Spaß, sondern kann auch sehr
dekorativ aussehen.
Weitere Infos: Hast du noch Fragen, bitte schick uns ein Mail siehe Kontaktadresse
Lebenserwartung: 6-8
Jahre
Die Katze
Die Katze ist ein Raubtier.
Sie benötigt daher in der Wohnung das spielerische Jagen, um ihren
Jagdtrieb zumindest ein bisschen ausleben zu können. Man kann auch in einer
kleineren Wohnung Katzen halten, jedoch sollte man das Revier
entsprechend mit Kratzbaum, Kletter- und Versteck - ,
bzw. Rückzugsmöglichkeiten gestalten. Ein abgesichertes
Fenster ist von großer Wichtigkeit, da Katzen es lieben aus dem
Fenster zu schauen. Mit einem Katzengitter verhindert Ihr, dass die
Katze aus dem Fenster fällt , weil sie z.B.
gerade einen Vogel gesehen hat , der natürlich ihren
Jagdinstinkt geweckt hat. Wenn so etwas passiert, kann sich die Katze
sehr schlimm verletzen oder durch den Schock weglaufen (Gefahr –
Autos!! – oder man findet sie nie mehr).
Katzen sind sehr soziale Tiere, daher
ist es immer besser, wenn man von Anfang an zwei Kätzchen bei sich aufnimmt.
Einzelhaltung ist langweilig für Katzen, denn der Mensch kann ihr auf keinen Fall
all das geben und bieten, was sich Katzen untereinander geben. Spielen,
kuscheln, putzen und kommunizieren.
Das mag ich:
- einen Artgenossen zum Spielen
- Spielen mit
Papierknäudl,
Stoffbällen, etc.
- Gestreichelt werden, wenn ich zu dir komme
Wenn ich in der Wohnung lebe, dann bau mir doch bitte einen Abenteuerspielplatz, mit Rinde zum Kratzen, Regalen zum klettern und einem Ausguck
Das mag ich nicht:
- Lange alleine bleiben
- Wenn du
mich wie ein Spielzeug behandelst
- Wenn du mich beim Fressen oder Schlafen störst
- Lärm
- Festhalten und schmusen, wenn ich es gerade nicht möchte
-
Schmerzen; also bitte geh mit mir sofort zum Tierarzt, wenn du merkst dass es
mir nicht gut
geht.
Futter:
richtet sich nach dem Alter und der Verfassung der Katze! Dein Tierarzt kann
Dich hier richtig beraten.
Lebenserwartung:
eine Katze kann bis zu 20 Jahre werden
Weitere Infos: Hast Du noch Fragen, dann schick uns ein Mail siehe Kontaktadresse oder gleich direkt zu Iris von den Wildcats iris.zirkelbach@chello.at.
Das Kaninchen
Kaninchen sind Gruppentier und leben in der freien Wildbahn in einem
ausgewogenen Höhlensystem. Und genau diese Lebensbedingungen sollen wir unseren
Kaninchen in jedem Fall bieten. Kaninchen kuscheln gerne; Einzelhaltung ist eine
Qual, genauso die Unterbringung gemeinsam mit einem Meerschweinchen als
Lebensgefährten. (Laut dem neuen Tierschutzgesetzt ist dies Gott sein
Dank auch verboten).
Sie hopsen, buddeln
und knappern gerne. Entsprechend muss das Gehege gestaltet werden. Zumindest
aber der Käfig eingerichtet und täglicher Freilauf muss gegeben sein.
Futter: das
Grundnahrungsmittel ist Heu und Wasser. Beides muss immer zur Verfügung
stehen
- frisches Gemüse (z.B. Karotten, Salat, Gras und Löwenzahn) als Frischfutter
- hin und wieder frische Kräuter (max. 2 x pro Woche)
- ganz wichtig sind auch Obst- oder Weidenzweige zum Nagen.
- Körnerfutter gar nicht oder nur geringsten Mengen.
- Als Leckerlies empfehlen wir: Wiesengraspellets; frische oder getrocknete
Kräuter, allerdings
max. 2 x pro Woche!!
Eines der größten
Probleme bei Kaninchen sind Zahnprobleme – hauptsächlich entstehen diese
durch falsche Ernährung.
An den Backenzähnen bilden sich Spitzen, die zu Abszess. Durch
das Mahlen des Heus und Grases werden die Zähne abgeschliffen; das Knabbern an
Holzästen verhindert, dass die Vorderzähne zu lang werden.
Füttert man (zu
viel) Körnerfutter, sind die Kaninchen bald satt und fressen zu wenig Heu
- der Abschleifeffekt durch das mahlen ist nicht gegeben und Zahnprobleme
sind vorprogrammiert. Außerdem macht Körnerfutter zu dick; Weizen ist schädlich
für den Kaninchenmagen.
Ein
Tipp am Rande: Äste zum Nagen tragen auch dazu bei, dass Eure Möbel heil
bleiben!
Mag
ich:
- mit Artgenossen toben und kuscheln,
- ein interessant gestaltetes Zuhause mit viel Freilauf, am
liebsten ein Außengehege,
Versteck- und Buddelmöglichkeit
- Von der Hand füttern und streicheln wenn ich freiwillige zu Dir
komme
- Heu, saftiges Frischfutter, Obst-Aste zum nagen
- Ungestört sein, wenn ich ruhe oder schlafe
Mag
ich nicht:
- Lärm
- Hochheben und herumtragen
- Alleine hocken
- Langweiliger Käfig ohne Beschäftigungsmöglichkeit
- Zahnprobleme = durch falsches Futter (auch wenn ich noch so sehr
nach Schokolade oder<
Mannerschnitten bettel)
- Schmerzen;
also bitte geh mit mir sofort zum Tierarzt, wenn du merkst dass es mir nicht gut
geht.
Lebenserwartung:
8-10Jahre
Weitere Tipps:
Kaninchenkrankheiten: http://www.werther.de/kanin/kkrank.htm
Gesundheitscheck / und Kaninchenkrankheiten: http://www.diebrain.de/k-tuv.html
Was Du bei Außenhaltung beachten musst:
http://www.diebrain.de/k-draussen.html#ganz
Weitere Infos: schick uns ein Mail siehe Kontaktadresse
Die Ratten
Ratten sind
absolute Rudeltiere und sollten daher mindestens zu zweit gehalten werden.
Einzelhaltung ist auch laut Tierschutzgesetz verboten.
Der Käfig muss bei zwei Ratten ein Mindestvolumen von 220 Litern haben laut Nosecalc.
Das würde einer Größe von 60 x 50 x 80 entsprechen.
Umso größer umso besser. Ratten sind äußerst intelligente Tiere daher bitte
niemals in einem zu kleinen Hamsterknast sperren.
Futter: Empfehlenswert
wäre als Grundnahrung das Rattima Futter.
Obst und Gemüse sollte aber auch gereicht werden.
Mag ich:
- mit Artgenossen toben und kuscheln,
- ein interessant gestalteter Käfig mit viel Spielzeug
- Von der Hand füttern und streicheln wenn ich freiwillige zu Dir komme
- Kuschelhöhlen etc.
- Am liebsten mitten im geschehen sein.
Mag ich nicht:
- Lärm
- Alleine hocken
- Langweiliger Käfig ohne Beschäftigungsmöglichkeiten.
- Schmerzen; also bitte geh
mit mir sofort zum Tierarzt, wenn du merkst dass es mir nicht gut geht.
Lebenserwartung:
2- 3Jahre
Weitere Infos: schick uns ein Mail siehe Kontaktadresse
Der Hund
Hunde sind Rudeltiere.
Sie brauchen zwar nicht - wie viele andere Tierarten - einen Artgenossen als
Lebensgefährten, aber sie brauchen unbedingt Kontakt zu Artgenossen.
Trotzdem sie sehr
menschen-fixiert sind, kann ihnen der Mensch das Spiel und die Kommunikation mit
Artgenossen – und damit das Ausleben seiner natürlichen Instinkte – nicht
ersetzten.
Beschäftigung:
- Hunde brauchen viel Zuwendung, Beschäftigung, Auslauf und damit Zeit, die man
ihm widmet.
- Mindestens 3 x täglich Gassi gehen; mindestens ein langer Spaziergang täglich,
vor allem dann wenn
er keinen Garten als Auslauf und Beschäftigung zur Verfügung hat.
Ganz wichtig ist, dass
er jeden Tag die Möglichkeit hat seine Außenwelt zu erkunden und
Hundefreunde
treffen kann.
- Spiel und Streicheleinheiten, sind genauso wichtig wie Regelmäßigkeit in der
Fütterung.
Ein Hund kann sehr viel lernen – zum Spiel & Spaß für ihn, aber auch
seinen Besitzers.
Einige wichtige Dinge MUSS er aber unbedingt lernen, um ein sicheres, aber auch
harmonisches Miteinander von Mensch & Hund zu gewährleisten.
- er muss kommen,
wenn man ihn ruft.
- auf „aus“ muss er seine momentane Tätigkeit sofort abbrechen
Die richtige Methode des Lernens ist ganz wichtig! Keinesfalls mit Schlägen und Geschrei – sondern mit Motivation und positiver Bestärkung.
Futter:
- Wasser MUSS immer zur Verfügung stehen.
- Hochwertiges, fleischhaltiges Futter mit Vitaminen. Frisches Gemüse
hineingeschummelt
wäre toll. (Welche Art genau ist von Rasse zu Rasse und je nach Alter
des Tieres unterschiedlich,
deshalb frag am besten Deinen Tierarzt)
- keinesfalls rohes Schweinefleisch, weil hier die Gefahr eines Virus besteht,
der für Hunde tödlich ist!
- Kauknochen als Beschäftigung und zur Stärkung der Zähne
Mag ich:
- mit Artgenossen toben und spielen,
- spazieren gehen, bzw. tolle Ausflüge machen
- Ball spielen, laufen, Kunststücke lernen – einfach dass du dich mit mir
beschäftigst
- am liebsten mitten im geschehen sein
- Streicheleinheiten und kuscheln
- dass du mich nicht „wahllos“ schimpfst sondern, dass du meine natürlichen
Verhaltensweisen
kennen und verstehen lernst. Damit verstehst Du mein Verhalten und lernst
auch, wie du es
anstellen musst, dass ich verstehe, was du von mir willst und erwartest.
Mag
ich nicht:
- Lärm
- lange alleine bleiben müssen
- langweilig, unbeachtet „in einer Ecke liegen“ müssen
- Angst vor Dir haben, aufgrund von Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Dir
und mir
Lebenserwartung:
10-15 Jahre
Weitere Infos: Hast Du noch mehr Fragen, schick uns ein Mail siehe Kontaktadresse
Das
Chinchilla
Chinchillas gehören zur Familie der Hasenmäuse. Sie kommen aus den
Anden - Südamerika/Bolivien, Chile und Peru.
Für Kleinkinder nicht als Haustiere geeignet und auch in Gruppenhaltung leicht
als handzahme Haustiere zu
gewinnen, jedoch sind sie NICHT dressier-, erzieh- oder abrichtbar!
Das Heben und
Halten von Chinchillas erfolgt mit BEIDEN Händen und das Fangen am
Sollte das Chinchilla apathisch wirken, Fressunlust zeigen, oder andere Hinweise auf Krankheiten aufweisen, dann SOFORT den Tierarzt aufsuchen, anderenfalls kann Hilfe schon zu spät sein, da Chinchillas erst bei fortgeschrittener Erkrankung Symptome zeigen!
Haltung:
Mindestens Paarweise und gleichgeschlechtlich gegen unerwünschten
Nachwuchs;
2 Weibchen oder 2 Böckchen, Geschwisterpärchen am besten geeignet.
Käfig:
Lt. Kundmachung des Veterinäramtes der Stadt Wien als auch nach dem TSG, 1m²
Boden-Grundfläche (120 cm x 80 cm) und 100cm nicht übersteigender Käfighöhe
um die Verletzungsgefahr bei evtl. Stürzen einzuschränken. Jeder Käfig mit größerer
Grundfläche ist umso besser!
Das Gitter sollte verzinkt und nicht lackiert sein, da Chinchillas den Lack
abnagen und
dadurch erkranken können, Lacksplitter sind derart scharfkantig, sodass sie die
dünnen Darmwände aufschlitzen könnten.
Käfigeinrichtung:
Sitzbretter und Sitzäste (Apfel, Birne, Weide, Birke oder Haselnuss, alles
andere ist giftig
für Chinchillas), pro Chinchilla ein Schlafhäuschen, Heuraufe, nagefeste
Futterschüssel,
Sandwanne mit speziellem Chinchillasand/Attapulgus (kein Quarzsand welcher am
glitzern zu erkennen ist, Quarzsand schädigt das Fell da er zu scharfkantig
ist), Nagestein (am günstigsten und idealsten Yton aus dem Bauhandel, da kein
Gemüse oder Kräuterzusätze enthalten sind), Salzstein, Trinkflasche mit täglich
frischem Wasser, evtl. Tonröhre, oder Korkröhre, Einstreu aus Hobelspäne, KEIN
STROH!!!
Käfigstandort:
In einem hellen Zimmer, nicht am Fenster wegen Überhitzung im Sommer!
Der beste Platz ist eine Zimmerecke welche von Zugluft geschützt ist!
Schlafzimmer ungeeignet, da Chinchillas nachtaktiv sind und in der Wachphase
ihren
Nagetrieb lautstark ausüben.
Kinderzimmer ungeeignet, da Kinder ihren Schlaf nachts brauchen und die
Chinchillas ihre
Schlafphase tagsüber haben und wie Kinder beim Schlafen nicht gestört werden dürfen!
Bewegungsdrang:
Da Chinchillas einen hohen Bewegungsdrang haben, soll diesem täglich ab 30
Minuten
aufwärts, durch Freilauf in der Wohnung, zugestanden werden!
Der Freilauf findet in der Wohnung statt, in einem Zimmer in welchem Kabel
leicht verräumt werden können, möglichst keine Pflanzen stehen und keine Behältnisse
mit Wasser stehen - weiters ist der Freilauf nur unter strenger Aufsicht zu
gestatten um bei möglichen Unfällen sofort zur Stelle zu sein!
Artgerechte
Ernährung:
Das mag ich:
Wasser, CHINCHILLA-Pellets und Heu muss IMMER zur Verfügung stehen
Alles andere
sind Zugaben in Form von Leckerchen, welche NICHT zur Ernährung zählen
und nur in konsequenten KLEINSTMENGEN zu reichen sind, da das Verdauungssystem
er
Chinchillas auf karge, proteinarme und rohfaserreiche Ernährung ausgelegt und
leicht
negativ beeinflussbar ist.
Als Leckereien
zählen:
- Hagebutte getrocknet
1 Stückchen pro Tag ODER, Mariendistel (Pflanze nicht die Samen)
getrocknet uneingeschränkt ODER
- ein Rädchen getrockneter Apfel jeden zweiten Tag ODER
- ein 8-tel frischer Apfel 2x die Woche, je nach Verträglichkeit
(Nicht alle Chinchillas vertragen frischen Apfel!)
Dieses Angebot an Leckereien ist nicht zu mischen!
Gefüttert soll in den frühen
Abendstunden, zu Beginn der Wach-/Aktivphase werden. Pellets, Heu und Wasser
sollen stets uneingeschränkt, also auch tagsüber zur Verfügung stehen!
Das mag ich nicht:
- Nüsse, Rosinen, Saatkerne, Getreide ist strikt abzulehnen, da alles reines
Fett
oder Zucker ist und den Tieren Schaden zufügt!
- Hasen-, Hamster-,
Meerschweinchenfutter ist strikt abzulehnen, da dies NICHT für Chinchillas
geeignet ist und zu hohen Proteingehalt hat!
- NIE Gemüse oder Obst (außer Apfel, entweder ein kleines Stückchen
frisch, oder
ein Rädchen getrocknet - siehe vorstehend).
- Frisches Gras soll vermieden werden, da es Blähungen verursacht!
Pflege:
täglich:
- auf den Boden gefallenes Heu aus dem Käfig sammeln,
- Wasserflasche reinigen und befüllen,
- füttern Sitzbretter abkehren oder absaugen,
- durch Urin verschmutzte Einstreu ersetzen,
- Sand aussieben ggf. ersetzen,
- Kontrolle des Kotes auf Durchfall oder Verstopfung,
- Gesamterscheinungsbild der Tiere überprüfen
wöchentlich:
- komplette Einstreu austauschen,
- Käfiggitter absaugen,
- Sand komplett ersetzen
Willst Du mehr wissen, dann schau mal unter www.vienna.chinchillas.at .