Artgerechte Tierhaltung

Sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein und gar nicht als extra Punkt angeführt werden müssen - doch leider ist vielen Menschen doch noch vieles nicht bewusst - oder sie ignorieren es aus Egoismus frisch fröhlich weiter.

Ein Stück weiter unten findet Ihr eine kurze Zusammenfassung über die verschiedensten Haustiere und deren Bedürfnisse.
Alle unsere (Haus) Tiere
haben wilde Urväter und dementsprechend ursprüngliche Gewohnheiten, Bedürfnisse und Verhaltensweisen. Wir als verantwortungsvolle Tierbesitzer sollten unseren Lieblingen daher unbedingt ihr Zuhause so natürlich wie möglich gestalten, ihren Eigenheiten und Instinkten entsprechend, um ihnen ein annähernd artgerechtes Leben
zu bieten.
Es herrscht immer noch der weit verbreitete Irrglaube, dass die Hauptaufgabe unserer Haustiere im Käfig hocken und zum gelegentlichen Kuscheln bereit stehen, ist.
Natürlich nehmen wir uns ein Haustier als Gefährte, als Ansprechpartner, manchmal als Kinderersatz – einfach für unser persönliches "Seelenheil".

Wir sollten aber auch verantwortungsvoll genug sein, den Tieren das Leben so schön – also argerecht - wie möglich zu gestalten.  Alles andere wäre reiner Egoismus und absolut unfair!! 

Es ist schon schlimm genug, dass Tiere auf „Teufel komm raus“
- gezüchtet und dann
- oft viel zu jung in Tierhandlungen o.ä. vermarktet werden.
- Um mit Tieren noch mehr Geld zu machen, werden gleich die schwachsinnigsten Artikel mit
  dazu angeboten; die Bedürfnisse der Tiere bleiben auf der Strecke. 

Wir, als (zukünftige) Tierbesitzer, sollten uns dem nicht anschließen und vor einem Tierkauf gut überlegen, 
   - passt das Tier in unser Leben?
   - kann und will ich ihm ein Leben seinen Bedürfnissen entsprechend bieten ?
   - nehme ich mir die Zeit mich um den neuen Lebensbegleiter auch dann noch zu kümmern,
     wenn er älter oder vielleicht krank ist?
um nicht dem unüberlegten Tierkauf zu verfallen und damit die frisch-fröhliche Weitervermarktung zu unterstützen, während auf der anderen Seite viele unüberlegt angeschaffte Tiere im Tierheim, oder sogar im Mistkübel o.ä landen

Tierinformationen -  Nachstehend ein paar Grundinformationen zur Erleichterung der Entscheidung:

Der Hamster 
Der Hamster sind Einzelgänger und müssen entsprechend einzeln gehalten werden.
Der Hamster ist nachtaktiv, liebt es zu graben, zu klettern, sich in Höhlen zu verstecken. Deshalb sollten sein Gehege entsprechend interessant gestaltet werden.

Ein Hamster ist kein Kuscheltier!

Er ist äußerst interessant zu beobachten, aber aus dem Käfig nehmen, festhalten, herumtragen mag er gar nicht.  Deshalb ist der Hamster als Gesellschafter oder Spielgefährte für Kinder absolut ungeeignet.

Fütterung:
In der freien Wildbahn sind sie nachts auf weiten Strecken unterwegs um Nahrung zu suchen.
Deshalb sollten man ihnen das Futter im Käfig verstreuen, um ihnen die Möglichkeit zu geben ein bisschen diesen Instinkt ausleben zu können.

Mag ich:
   - ein interessant gestaltetes Gehege 
   - am Tag ungestört schlafen zu können
   - beobachtet werden wie ich lebe
   - ein artgerechtes, vitaminreiches Futter
Mag ich nicht:
   - hochheben, festhalten, herumtragen
   - Lärm
   - Wenn du mich wie ein Spielzeug behandelst
   - keinesfalls ein traditionelles Laufrad. Das ist sowohl schlecht für meine Wirbelsäule( wenn zu
      klein). Bei manchen Arten kann ich mir auch die Beine brechen.
      Ungefährlich für mich sind die Wodent Wheel von Rodipet Laufräder!
 
  - Schmerzen; also bitte geh mit mir sofort zum Tierarzt, wenn du merkst dass es mir nicht gut geht.

Lebenserwartung: 2-3 Jahre

Tierschutzgesetz: Das neue Tierschutzgesetzt schreibt eine Mindest-Käfiggröße von 80*40*40 (für Zwerghamster) und für Mittelhamster 100*50*50 vor; aber ein viel größeres Gehege wäre mir lieber!

Für weitere Infos schreib uns bitte ein Mail siehe Kontaktadresse

 

Das Meerschweinchen 
Meerschweinchen stammen ursprünglich aus Südamerika und sind Gruppentiere. In der freien Wildbahn leben sie in Familien bis zu 20 Tieren, die fixe Reviere bewohnen. Selbstgegrabene Wege (Trampelpfade) stellten die Verbindung von Futterstelle zu Ruheplätzen dar.

Und genau diese Lebensbedingungen sollen wir unseren Meerschweinchen in jedem Fall bieten. Käfige mit Freilauf oder Gehege ausgestattet mit Grab-, Versteck- und Futtersuchmöglichkeit.

Einzelhaltung ist eine Qual für sie, genauso die Unterbringung gemeinsam mit einem Kaninchen als Lebensgefährten - entgegen der weit verbreiteten Irr-Meinung „die verstehen sich ja so gut“.

(Laut  dem neuen Tierschutzgesetzt ist diese Haltung  Gott sein Dank endlich verboten).

Meerschweinchen laufen gerne herum (bauen sich Trampelpfade), knappern und kuscheln gerne.

Einzelhaltung ist ausgesprochen langweilig für sie, denn der Mensch kann ihr auf keinen Fall all das  bieten, was sich Meerschweinchen untereinander geben. Spielen, kuscheln, putzen und kommunizieren. (Meerlis laufen gerne quiekend durch die Gegend und unterhalten sich so. Wie fad, wenn keiner antwortet!!).

Ganz wichtig ist
- mindestens 1 Artgenossen,
- ein interessant gestalteter Käfig oder Gehege
- mit Versteck- und Beschäftigungsmöglichkeiten,
- Äste zum Knabbern (als Beschäftigung und für die Zähne)

Futter: am allerwichtigsten ist Heu und Wasser
Frisches Gras, Salat, Löwenzahn, Karotten, sowie Obst als Leckerlis.
Körnerfutter gar nicht oder nur in geringen Mengen, denn sie machen mich zu dick
Äste zum nagen sind äußerst beliebt und auch wichtig.

Das mag ich:   
   - mind. 1 Artgenossen
   - einen Käfig mit Freilauf oder ein großes Abenteuergehege, damit  mir nicht langweilig wird
   -  ich mag es, wenn du dich mit mir beschäftigst (mit der Hand füttern wenn ich freiwillig zu dir
      komme, streicheln)
   -  aus dem Käfig nehmen, nur vorsichtig und nicht gerade dann, wenn ich schlafe oder
      du siehst, dass ich zurückschrecke wenn Du kommst.
      Dann brauch ich eben noch mehr Zeit um Vertrauen zu fassen.
   - Greif mich nur dann an, wenn ich auf Dich zu komme!
      Nimmst du mich einfach so, fürchte ich mich!

Vorsicht beim Hochheben der Tiere: Immer zuerst ansprechen und streicheln. Dann mit einer Hand die Brust umfassen und mit der anderen das Hinterteil unterstützen. Durch zu festes Zusammendrücken des Brustkorbes besteht die Gefahr der Lungenkompression. Zappeln die Tiere kann man ihnen wehtun, oder sie springen einem aus der Hand. Stürze aus größerer Höhe können zu schweren Verletzungen führen.

Das mag ich nicht:
    - Einzelhaft
    - Langeweile
    - Gestört werden wenn ich gerade schlafe
    - Wenn du mich wie ein Spielzeug behandelst
    - Schmerzen; also bitte geh mit mir sofort zum Tierarzt, wenn du merkst dass es mir nicht gut
      geht.

Tierschutzgesetz: die Einzelhaltung sowie die Unterbringung mit einem Kaninchen gemeinsam ist seit 1.1.2005 (Gott sei Dank) verboten. Die mindest Käfiggröße bei 2 Tieren muss mind. 100x60x50 betragen.

Wir schlagen vor: Da diese Käfiggröße ja auch nicht gerade viel Platz bietet – zumindest einen 2. Stock einziehen.
Man muss keinesfalls einen fix - fertigen Käfig kaufen. Ein hübsches Zimmergehege selber basteln macht nicht nur Spaß, sondern kann auch sehr dekorativ aussehen.

Weitere Infos: Hast du noch Fragen, bitte schick uns ein Mail siehe Kontaktadresse

Lebenserwartung: 6-8 Jahre  

Die Katze 
Die Katze ist ein Raubtier. Sie benötigt daher in der Wohnung das spielerische  Jagen, um ihren Jagdtrieb zumindest ein bisschen ausleben zu können. Man kann auch in einer kleineren Wohnung Katzen halten, jedoch sollte man das Revier entsprechend  mit Kratzbaum,  Kletter- und  Versteck - , bzw.  Rückzugsmöglichkeiten  gestalten. Ein abgesichertes Fenster ist von großer Wichtigkeit, da  Katzen es lieben aus dem Fenster zu schauen. Mit einem Katzengitter verhindert  Ihr, dass die Katze aus dem  Fenster fällt , weil sie z.B. gerade einen Vogel gesehen hat , der natürlich ihren  Jagdinstinkt geweckt hat. Wenn so etwas passiert,  kann sich die Katze sehr schlimm verletzen oder durch den Schock weglaufen (Gefahr – Autos!! – oder man findet sie nie mehr). 

Katzen sind sehr soziale Tiere, daher ist es immer besser, wenn man von Anfang an zwei Kätzchen bei sich aufnimmt. Einzelhaltung ist langweilig für Katzen, denn der Mensch kann ihr auf keinen Fall all das geben und bieten, was sich Katzen untereinander geben. Spielen, kuscheln, putzen und kommunizieren.  

Das mag ich:
  - einen Artgenossen zum Spielen
  - Spielen mit Papierknäudl, Stoffbällen, etc.
  - Gestreichelt werden, wenn ich zu dir komme

Wenn ich in der Wohnung lebe, dann bau mir doch bitte einen Abenteuerspielplatz, mit Rinde zum Kratzen, Regalen zum klettern und einem Ausguck

Das mag ich nicht:
    - Lange alleine bleiben
    - Wenn du mich wie ein Spielzeug behandelst
    - Wenn du mich beim Fressen oder Schlafen störst
    - Lärm
    - Festhalten und schmusen, wenn ich es gerade nicht möchte
    - Schmerzen; also bitte geh mit mir sofort zum Tierarzt, wenn du merkst dass es mir nicht gut
      geht.

Futter: richtet sich nach dem Alter und der Verfassung der Katze! Dein Tierarzt kann Dich hier richtig beraten.

Lebenserwartung: eine Katze kann bis zu 20 Jahre werden

Weitere Infos: Hast Du noch Fragen, dann schick uns ein Mail siehe Kontaktadresse oder gleich direkt zu Iris von den Wildcats iris.zirkelbach@chello.at.

 
Das Kaninchen
Kaninchen sind Gruppentier und leben in der freien Wildbahn in einem ausgewogenen Höhlensystem. Und genau diese Lebensbedingungen sollen wir unseren Kaninchen in jedem Fall bieten. Kaninchen kuscheln gerne; Einzelhaltung ist eine Qual, genauso die Unterbringung gemeinsam mit einem Meerschweinchen als Lebensgefährten. (Laut  dem neuen Tierschutzgesetzt ist dies Gott sein Dank auch verboten).

Sie hopsen, buddeln und knappern gerne. Entsprechend muss das Gehege gestaltet werden. Zumindest aber der Käfig eingerichtet und täglicher Freilauf muss gegeben sein.

Futter: das Grundnahrungsmittel ist Heu und Wasser. Beides muss immer zur Verfügung stehen
- frisches Gemüse (z.B. Karotten, Salat, Gras und Löwenzahn) als Frischfutter
- hin und wieder frische Kräuter (max. 2 x pro Woche)
- ganz wichtig sind auch Obst- oder Weidenzweige zum Nagen.
- Körnerfutter gar nicht oder nur geringsten Mengen.
- Als Leckerlies empfehlen wir: Wiesengraspellets; frische oder getrocknete Kräuter, allerdings
   max. 2 x pro Woche!!

Eines der größten Probleme bei Kaninchen sind Zahnprobleme – hauptsächlich entstehen diese durch falsche Ernährung.
An den Backenzähnen bilden sich Spitzen, die zu Abszess. Durch das Mahlen des Heus und Grases werden die Zähne abgeschliffen; das Knabbern an Holzästen verhindert, dass die Vorderzähne zu lang werden.

Füttert man (zu viel) Körnerfutter, sind die Kaninchen bald satt und fressen zu wenig Heu
 - der Abschleifeffekt durch das mahlen ist nicht gegeben und Zahnprobleme sind vorprogrammiert. Außerdem macht Körnerfutter zu dick; Weizen ist schädlich für den Kaninchenmagen.

 Ein Tipp am Rande: Äste zum Nagen tragen auch dazu bei, dass Eure Möbel heil bleiben!

 Mag ich:
   - mit Artgenossen toben und kuscheln,
   - ein interessant gestaltetes Zuhause mit viel Freilauf, am liebsten ein Außengehege,
     Versteck-  und  Buddelmöglichkeit
  -  Von der Hand füttern und streicheln wenn ich freiwillige zu Dir komme
   - Heu, saftiges Frischfutter, Obst-Aste zum nagen
   - Ungestört sein, wenn ich ruhe oder schlafe

 Mag ich nicht:
  
- Lärm
   - Hochheben und herumtragen
   - Alleine hocken
   - Langweiliger Käfig ohne Beschäftigungsmöglichkeit
   - Zahnprobleme = durch falsches Futter (auch wenn ich noch so sehr nach Schokolade oder<
     Mannerschnitten bettel)
   - Schmerzen; also bitte geh mit mir sofort zum Tierarzt, wenn du merkst dass es mir nicht gut geht.

 Lebenserwartung: 8-10Jahre

Weitere Tipps:
Kaninchenkrankheiten: http://www.werther.de/kanin/kkrank.htm 
Gesundheitscheck / und Kaninchenkrankheiten:   http://www.diebrain.de/k-tuv.html  
Was Du bei Außenhaltung beachten musst: http://www.diebrain.de/k-draussen.html#ganz    

Weitere Infos: schick uns ein Mail siehe Kontaktadresse

 

Die Ratten
Ratten sind absolute Rudeltiere und sollten daher mindestens zu zweit gehalten werden.
Einzelhaltung ist auch laut Tierschutzgesetz verboten.
Der Käfig muss bei zwei Ratten ein Mindestvolumen von 220 Litern haben laut Nosecalc.
Das würde einer Größe von 60 x 50 x 80 entsprechen.
Umso größer umso besser. Ratten sind äußerst intelligente Tiere daher bitte niemals in einem zu kleinen Hamsterknast sperren.

Futter: Empfehlenswert wäre als Grundnahrung das Rattima Futter.
Obst und Gemüse sollte aber auch gereicht werden. 

Mag ich:
- mit Artgenossen toben und kuscheln,
- ein interessant gestalteter Käfig  mit viel Spielzeug
- Von der Hand füttern und streicheln wenn ich freiwillige zu Dir komme
- Kuschelhöhlen etc.
- Am liebsten mitten im geschehen sein.

Mag ich nicht:
- Lärm
- Alleine hocken
- Langweiliger Käfig ohne Beschäftigungsmöglichkeiten.
- Schmerzen; also bitte geh mit mir sofort zum Tierarzt, wenn du merkst dass es mir nicht gut geht.

 Lebenserwartung: 2- 3Jahre

Weitere Infos: schick uns ein Mail siehe Kontaktadresse

 

Der Hund
Hunde sind Rudeltiere. Sie brauchen zwar nicht - wie viele andere Tierarten - einen Artgenossen als Lebensgefährten, aber sie brauchen unbedingt Kontakt zu Artgenossen.

Trotzdem sie sehr menschen-fixiert sind, kann ihnen der Mensch das Spiel und die Kommunikation mit Artgenossen – und damit das Ausleben seiner natürlichen Instinkte – nicht ersetzten.

Beschäftigung:
- Hunde brauchen viel Zuwendung, Beschäftigung, Auslauf und damit Zeit, die man ihm widmet.
- Mindestens 3 x täglich Gassi gehen; mindestens  ein langer Spaziergang täglich, vor allem dann wenn
  er keinen Garten als Auslauf und Beschäftigung zur Verfügung hat.
  Ganz wichtig ist, dass er jeden Tag die Möglichkeit hat seine Außenwelt zu erkunden und Hundefreunde
  treffen kann.
- Spiel und Streicheleinheiten, sind genauso wichtig wie Regelmäßigkeit in der Fütterung.

Ein Hund kann sehr viel lernen – zum Spiel & Spaß für ihn, aber auch seinen Besitzers.
Einige wichtige Dinge MUSS er aber unbedingt lernen, um ein sicheres, aber auch harmonisches Miteinander von Mensch & Hund zu gewährleisten.

- er muss kommen, wenn man ihn ruft.
- auf „aus“ muss er seine momentane Tätigkeit sofort abbrechen

Die richtige Methode des Lernens ist ganz wichtig! Keinesfalls mit Schlägen und Geschrei – sondern mit Motivation und positiver Bestärkung.

Futter:   
- Wasser MUSS immer zur Verfügung stehen.
- Hochwertiges, fleischhaltiges Futter mit Vitaminen. Frisches Gemüse hineingeschummelt
  wäre toll. (Welche Art genau ist von Rasse zu Rasse und je nach Alter des Tieres unterschiedlich, 
  deshalb frag am besten Deinen Tierarzt)
- keinesfalls rohes Schweinefleisch, weil hier die Gefahr eines Virus besteht, der für Hunde tödlich ist!
- Kauknochen als Beschäftigung und zur Stärkung der Zähne 

Mag ich:
- mit Artgenossen toben und spielen,
- spazieren gehen, bzw. tolle Ausflüge machen
- Ball spielen, laufen, Kunststücke lernen – einfach dass du dich mit mir beschäftigst
- am liebsten mitten im geschehen sein
- Streicheleinheiten und kuscheln
- dass du mich nicht „wahllos“ schimpfst sondern, dass du meine natürlichen Verhaltensweisen  
  kennen und verstehen lernst. Damit verstehst Du mein Verhalten und lernst auch, wie du es
  anstellen musst, dass ich verstehe, was du von mir willst und erwartest.

 Mag ich nicht:
- Lärm
- lange alleine bleiben müssen
- langweilig, unbeachtet „in einer Ecke liegen“ müssen
- Angst vor Dir haben, aufgrund von Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Dir und mir

 Lebenserwartung: 10-15 Jahre 

Weitere Infos: Hast Du noch mehr Fragen, schick uns ein Mail siehe Kontaktadresse

 

Das Chinchilla
Chinchillas gehören zur Familie der Hasenmäuse. Sie kommen aus den Anden - Südamerika/Bolivien, Chile und Peru.
Chinchillas, auch in Gefangenschaft geboren, sind und bleiben Wildtiere,
Für Kleinkinder nicht als Haustiere geeignet und auch in Gruppenhaltung leicht als handzahme Haustiere zu gewinnen,  jedoch sind sie NICHT dressier-, erzieh- oder abrichtbar! 

Das Heben und Halten von Chinchillas erfolgt mit BEIDEN Händen und das Fangen am Schwanz (kann abreißen), oder in der Nackenfalte ist zu unterlassen!! 

Sollte das Chinchilla apathisch wirken, Fressunlust zeigen, oder andere Hinweise auf Krankheiten aufweisen, dann SOFORT den Tierarzt aufsuchen, anderenfalls kann Hilfe schon zu spät sein, da Chinchillas erst bei fortgeschrittener Erkrankung Symptome zeigen!

Haltung:
Mindestens Paarweise und gleichgeschlechtlich gegen unerwünschten Nachwuchs;
2 Weibchen oder 2 Böckchen, Geschwisterpärchen am besten geeignet. 

Käfig:
Lt. Kundmachung des Veterinäramtes der Stadt Wien als auch nach dem TSG, 1m² Boden-Grundfläche (120 cm x 80 cm) und 100cm nicht übersteigender Käfighöhe um die Verletzungsgefahr bei evtl. Stürzen einzuschränken. Jeder Käfig mit größerer Grundfläche ist umso besser!
Das Gitter sollte verzinkt und nicht lackiert sein, da Chinchillas den Lack abnagen und
dadurch erkranken können, Lacksplitter sind derart scharfkantig, sodass sie die dünnen Darmwände aufschlitzen könnten. 

Käfigeinrichtung:
Sitzbretter und Sitzäste (Apfel, Birne, Weide, Birke oder Haselnuss, alles andere ist giftig
für Chinchillas), pro Chinchilla ein Schlafhäuschen, Heuraufe, nagefeste Futterschüssel,
Sandwanne mit speziellem Chinchillasand/Attapulgus (kein Quarzsand welcher am glitzern zu erkennen ist, Quarzsand schädigt das Fell da er zu scharfkantig ist), Nagestein (am günstigsten und idealsten Yton aus dem Bauhandel, da kein Gemüse oder Kräuterzusätze enthalten sind), Salzstein, Trinkflasche mit täglich frischem Wasser, evtl. Tonröhre, oder Korkröhre, Einstreu aus Hobelspäne, KEIN STROH!!!

Käfigstandort:
In einem hellen Zimmer, nicht am Fenster wegen Überhitzung im Sommer!
Der beste Platz ist eine Zimmerecke welche von Zugluft geschützt ist!
Schlafzimmer ungeeignet, da Chinchillas nachtaktiv sind und in der Wachphase ihren
Nagetrieb lautstark ausüben.
Kinderzimmer ungeeignet, da Kinder ihren Schlaf nachts brauchen und die Chinchillas ihre
Schlafphase tagsüber haben und wie Kinder beim Schlafen nicht gestört werden dürfen!

Bewegungsdrang:
Da Chinchillas einen hohen Bewegungsdrang haben, soll diesem täglich ab 30 Minuten
aufwärts, durch Freilauf in der Wohnung, zugestanden werden!
Der Freilauf findet in der Wohnung statt, in einem Zimmer in welchem Kabel leicht verräumt werden können, möglichst keine Pflanzen stehen und keine Behältnisse mit Wasser stehen - weiters ist der Freilauf nur unter strenger Aufsicht zu gestatten um bei möglichen Unfällen sofort zur Stelle zu sein!

Artgerechte Ernährung:

Das mag ich:

Wasser, CHINCHILLA-Pellets und Heu muss IMMER zur Verfügung stehen

Alles andere sind Zugaben in Form von Leckerchen, welche NICHT zur Ernährung zählen
und nur in konsequenten KLEINSTMENGEN zu reichen sind, da das Verdauungssystem er
Chinchillas auf karge, proteinarme und rohfaserreiche Ernährung ausgelegt und leicht
negativ beeinflussbar ist.

Als Leckereien zählen:
- Hagebutte  getrocknet 1 Stückchen pro Tag ODER, Mariendistel (Pflanze nicht die Samen)  
  getrocknet uneingeschränkt ODER
- ein Rädchen getrockneter Apfel jeden zweiten Tag ODER
- ein 8-tel frischer Apfel 2x die Woche, je nach Verträglichkeit
  (Nicht alle Chinchillas vertragen frischen Apfel!)
 
Dieses Angebot an Leckereien ist nicht zu mischen!

Gefüttert soll in den frühen Abendstunden, zu Beginn der Wach-/Aktivphase werden. Pellets, Heu und Wasser sollen stets uneingeschränkt, also auch tagsüber zur Verfügung stehen!

Das mag ich nicht:
- Nüsse, Rosinen, Saatkerne, Getreide ist strikt abzulehnen, da alles reines Fett
  oder Zucker ist und den Tieren Schaden zufügt!


-
Hasen-, Hamster-, Meerschweinchenfutter ist strikt abzulehnen, da dies NICHT für Chinchillas
  geeignet ist und zu hohen Proteingehalt hat!

- NIE Gemüse oder Obst
(außer Apfel, entweder ein kleines Stückchen frisch, oder
  ein Rädchen getrocknet - siehe vorstehend).
- Frisches Gras soll vermieden werden, da es Blähungen verursacht!

Pflege:
täglich:
- auf den Boden gefallenes Heu aus dem Käfig sammeln,
- Wasserflasche reinigen und befüllen,
- füttern Sitzbretter abkehren oder absaugen,
- durch Urin verschmutzte Einstreu ersetzen,
- Sand aussieben ggf. ersetzen,
- Kontrolle des Kotes auf Durchfall oder Verstopfung,
- Gesamterscheinungsbild der Tiere überprüfen 

wöchentlich:
-
komplette Einstreu austauschen,
- Käfiggitter absaugen,
- Sand komplett ersetzen                         

Willst  Du mehr wissen, dann schau mal unter www.vienna.chinchillas.at .